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STADA bekommt das Serbien-Geschäft nicht in den Griff


23.09.2011
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen langfristig orientierten Anlegern, die mit einem Einstieg bei STADA (ISIN DE0007251803 / WKN 725180) liebäugeln, die Aktie in aller Ruhe nach unten austrudeln zu lassen und dann zuzuschlagen.

Der Pharmakonzern werde in Q3 Abschreibungen mit einem Gesamtvolumen von 97 Mio. EUR vornehmen. Der Nachsteuergewinn werde dadurch mit 85 Mio. EUR belastet. Das Management habe angedeutet, dass sich die Transaktion nicht negativ auf die Liquiditätssituation auswirken werde.

Hintergrund der Abschreibungen seien ausstehende Forderungen der serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm. Das Management gehe mittlerweile davon aus, dass ein Großteil der Forderungen nicht mehr eingetrieben werden könne. Die Investoren seien erwartungsgemäß nicht begeistert. Das Papier sei gestern um knapp ein Fünftel eingebrochen und verliere heute weiter an Boden.


Bei den Abschreibungen handle es sich voraussichtlich um einen einmaligen Ausreißer. Die Geschäftsentwicklung für die nächsten Jahre sei nicht insofern tangiert, als STADA durch die ausgefallenen Forderungen frisches Kapital durch die Lappen gehe, das für Investitionen hätte eingesetzt werden können. An den langfristigen Prognosen halte das Management fest. Auch die für dieses und nächstes Jahr kommunizierten Ziele sollten erreicht werden. Demzufolge sei der Kurssturz eine klare Übertreibung.

Seit Jahresbeginn habe das Papier ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Wer langfristig orientiert sei und mit einem Einstieg liebäugle, sollte das Papier in aller Ruhe nach unten austrudeln lassen und dann zuschlagen. Kurse um 15 EUR würden eine annehmbare Basis für ein Engagement darstellen.

Wer bereits STADA-Aktien im Depot liegen hat, kann auf diesem Niveau verbilligen, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 147 vom 22.09.2011) (23.09.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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